Mund- und Nasenschutz

Die Pflicht einen Mund- und Nasenschutzes zu tragen besteht seit 27.April 2020 in fast allen Bundesländer. Das heißt es müssen alle Personen ab dem 6. Lebensjahr im Nahverkehr (ÖPNV) sowie im Einzelhandel ihren Mund und ihre Nase bedecken. Daher stellt sich die Frage: “Welche Maske für wen?”. Dementsprechend haben wir für Sie zur besseren Übersicht nachfolgend für Sie eine Erklärung zu den verschiedenen Maskentypen erstellt.

Brauchen Sie weitere Informationen? Dann rufen Sie uns an unter 05931/8484-0 – wir helfen Ihnen gerne!

Community-Maske / DIY-Maske / Behelfs-Mund-Nasen-Maske

Privater Gebrauch

In der Regel nicht nachgewiesen. Durch das Tragen können Geschwindigkeit des Atemstroms oder Speichel-/Schleim-und Tröpfchenauswurfs reduziert werden und die Masken können das Bewusstsein für “Social Distancing” sowie gesundheitsbezogenen achtsamen Umgang mit sich und anderen unterstützen

“Community Masken” oder “DIY-Masken” sind im weitetesten Sinne Masken, die aus handelsüblichen Stoffen genäht und im Alltag getragen werden. Sie dürfen weder als medizinische Produkte noch als Gegenstand persönlicher Schutzausrüstung in den Vekehr gebracht werden.

  • nur für den privaten Gebrauch
  • gängige Hygienevorschriften einhalten (www.rki.de und www.infektionsschutz.de))
  • Mindestabstand von mindestenes 1,5 m einhalten
  • Hände vor dem Anziehen und nach dem Ausziehen gründlich waschen
  • Maske muss über Mund, Nase und Wangen eng anliegen
  • durchfeuchtete Masken sofort abnehmen
  • Außenseite nicht berühren (erregerhaltig)
  • nach Absetzten luftdicht aufbewahren oder sofort waschen
  • bei mindestens 60°C waschen und danach vollständig trocknen
Alltagsmaske
Mund-Nasen-Schutz

Mund- und Nasenschutz

Fremdschutz

Ja. Norm DIN 14683:2019-6 CE-Zertifikat

Schutz vor Tröpfchenauswurf des Trägers

Medizinischer Mund-Nasen-Schutz (MNS bzw. OP Masken) dienen dem Fremdschutz und schützt das Gegenüber vor infektiösen Tröpfchen. Sie schützen bei festen Sitz begrenzt auch den Träger der Maske. Allerdings ist die Maske primär dazu da zu verhindern, das Tröpfchen aus der Atemluft in offene Wunden des Patienten gelangen. Da je nach Sitz der Maske die Atmenluft an den Rändern angesogen wird, bietet die MNS für den Träger in der Regel kaum Schutz vor erregerhaltigen Tröpfchen und Aerosolen. Sie können jedoch Mund- und Nasenpartie des Trägers vor dem direkten Auftreffen größerer Tröpfchen sowie einer Erregerübertragung durch direkten Kontakt mit den Händen schützen.

MNS Masken sind als Medizinprodukt im Verkehr und unterliegen damit dem Medizinproduktrecht. Unsterile medizinische MNS stellen im Allgemeinen Medizinprodukte der Risikoklasse I gemäß der Medizinproduktrichtlinie (93/42/EWG, MDD) dar und müssen insbesonder der Norm DIN EN 14683:2019-6 genügen.

Auf Grund der Lieferengpässe sollte die MNS Masken ausschließlich für medinzinisches Personal vorbehalten werden.

Filtrierende Halbmaske (FFP2 / FFP3)

Eigenschutz / Arbeitsschutz

Ja. Norm DIN EN 149:2001-10 CE-Zertifikat

Schutz des Trägers vor festen und flüssigen Aerosolen

Filtrierende Halbmaske(FFP) sind Gegenstände der persönliche Schutzausrüstung (PSA) im Rahmen des Arbeitsschutzgesetzes und haben die Zweckbestimmung, den Träger der Masken vor Partikeln, Tröpfchen und Aerosolen zu schützen.

Das Design der filtrierenden Halbmasken (FFP) ist unterschiedlich:

Masken ohne Ausatemventil – diese filtern sowohl die Einatemluft als auch die Ausatemluft. Daher bietet sie einen Eigenschschutz sowie einen Fremdschutz.
Masken mit Ausatemventil – diese filtern nur die Einatemluft und sind daher nicht als Fremdschutz geeignet.

Die FFP-Masken können erst nach einem Konformitätsbewertrungsverfahren gemäß der PSA Verodnung (EU) 2016/425 eingeführt werden.

Zudem könnte das dauerhafte Tragen bestimmter Masken mit entsprechend hohen Atemwiderständen zu einer zusätzlichen Belastung führen. Bei Atemschutzmasken der Gruppen 2 und 3 ist zudem eine Pflichtvorsorge nach ArbMedVV erforderlich.

FFP

FAZIT FÜR ALLE MASKENTYPEN

Durch das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes kann das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so entsprechend verringert werden (Fremdschutz). Deshalb könnte das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen durch Personen, die öffentliche Räume betreten, in denen  der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann, z. B. ÖPNV, Lebensmittelgeschäften oder auch ggf. am Arbeitsplatz, dazu beitragen, die Weiterverbreitung von SARS-CoV-2 einzudämmen.

Auf keinen Fall sollte das Tragen eines MNS oder einer Mund-Nasen-Bedeckung dazu führen, dass die Abstandsregeln nicht mehr eingehalten oder Husten- und Niesregeln bzw. Händehygiene nicht mehr umgesetzt werden.